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There are two extremely influential Franz Exners. Both played pivotal roles in the development of science in the Austro-Hungarian empire.
The father reformed the state's educational curriculum to include the notions of probability and statistics (with an implicit criticism of the rigid theological determinism of the Roman Catholic church) that had become popular in Europe after the work of Adolf Quetelet in Belgium and Henry Thomas Buckle in England.
The son became a professor of physical chemistry at the University of Vienna, where he was a great influence on Ludwig Boltzmann.
Both were thus influential in forming ideas of chance at a time when determinism was dominant. It is possible that both of them believed that chance was epistemological (the result of human ignorance) and not ontological (a fundamental and absolute property of the universe).
89. Vorlesung (Chance)
Diese wesentlich restringierte Fassung des Kausalitätsgesetzes als eines reinen Erfahrungssatzes zwingt noch zu einer weiteren Frage von fundamentaler Bedeutung: Wenn gewisse Bedingungen gegeben sind, erfolgt dann der gesetzmäßige Ablauf der Erscheinungen zwangsläufig in allen seinen Phasen, d. h. ist der Zustand des Systems dann auch in jedem Momente ein voraus bestimmter? oder ist er zufällig und nur der Durchschnittszustand über eine gewisse Zeit gesetzmäßig festgelegt? Es seien etwa in einem Gase für einen bestimmten Moment alle Geschwindigkeiten und Richtungen der Moleküle gegeben, dürfen wir dann sagen, daß auch für jedes einzelne Molekül Ort und Geschwindigkeit in einem folgenden Momente bestimmt ist? Sicher ist, daß eine bejahende Antwort über unsere Erfahrung hinausgeht. Wir können aber auch nicht das Gegenteil behaupten; was wir voraussagen können ist einzig und allein, daß ein bestimmter Durchschnittszustand sich mit der Zeit einstellen wird; aber über die Beteiligung der einzelnen Individuen an demselben. können wir nichts behaupten. Ob der Zustand A des Gases in den definitiven Zustand B zwangsläufig durch ganz bestimmte, nach Molekülen individualisierte Zwischenstufen übergegangen ist oder ob zwischen A und B unendlich viele verschiedene, zufällig eintretende Zustände liegen können, darüber erfahren wir nichts. Hätten wir zwei gleiche Systeme unter den gleichen Bedingungen mit den identischen Zuständen A in irgend einem Momente gegeben, so können wir erwarten, daß zu einer späteren Zeit die identischen Durchschnittszustände B eingetreten sein werden, aber wir wissen keineswegs, ob diese Zustände B auch identisch sind in bezug auf alle Individuen, die daran beteiligt sind. Würde der Kausalitätssatz allmächtig gelten, so müßten in unserem Falle offenbar nicht nur die schließlichen Zustände identisch sein, sondern auch die jedem zwischenliegenden Zeitmomente entsprechenden, und zwar Molekül für Molekül, so daß für jedes einzelne derselben in dem einen System die Zustandsänderungen genau identisch sind mit jenen, die das korrespondierende Molekül im anderen System durchläuft. Der Unterschied zwischen beiden Anschauungen ist klar: Zwangsläufigkeit in jedem Momente und für jedes einzelne Moleküleinerseits, ein mit Bestimmtheit zu erwartender durchschnittlicher Endzustand ohne bestimmte Zwischenphasen anderseits.
Es soll hier auch nicht einmal der Versuch gemacht werden, diese Frage, ob Zwang oder Zufall in den einzelnen Phasen herrscht, zu entscheiden; eine solche Entscheidung scheint vorläufig, vielleicht für immer, außer dem Bereich der Möglichkeit zu liegen, aber es läßt sich nicht leugnen, daß der Gegensatz: Zwang—Zufall existiert. Und es spielt dieser Begriff Zufall sowohl im gewöhnlichen Leben als in der Wissenschaft eine so große Rolle, daß ihm wohl eine wichtige und in der Natur selbst begründete Bedeutung zukommen muß, so daß wir genötigt sind, auf denselben zunächst einzugehen.
Daß dieser Begriff aber nichts weniger als klar ist, folgt aus den vielen Versuchen in der Literatur, den „Zufall" oder das „zufällige Ereignis" zu definieren; und wie wichtig er anderseits ist, ersehen wir nicht nur aus dem Sprachgebrauch des täglichen Lebens, sondern auch daraus, daß die strenge Wissenschaft ihn. entbehren kann. Beruht doch das ganze Gebäude der so ungemein wichtigen und fruchtbaren Wahrscheinlichkeitsrechnung auf dem Begriffe „zufälliges Ereignis" und wenn wir sehen, daß die Resultate der Wahrscheinlichkeitsrechnung durch die Erfahrung immer und immer bestätigt werden, so ist das wohl ein deutlicher Beweis dafür, daß der „Zufall" etwas in der Natur selbst Begründetes ist und nicht erst vom Menschen in dieselbe hineingetragen wird. Sonderbar ist es, daß selbst die strengsten Deterministen, also die Anhänger einer unbedingten Kausalität, den Zufallsbegriff nicht entbehren können; so sehen wir Laplace einerseits die Idee einer Weltformel entwickeln, mit deren Hilfe aus dem gegebenen momentanen Zustand der Welt alle folgenden mit absoluter Notwendigkeit abzuleiten wären und anderseits sehen wir ihn die Prinzipien der Wahrscheinlichkeitsrechnung auf Grund des „zufälligen Ereignisses" aufstellen. Dieses Zusammentreffen ist bedeutungsvoll: es müssen beide Anschauungen, Kausalität und Zufall, sich miteinander in irgend einer Weise vereinen lassen. Es wird unsere Aufgabe sein einen Weg zu suchen, auf dem dies möglich ist. Indem wir das Kausalitätsgesetz nur als ein Durchschnittsgesetz auffassen, wie es ja auch der Erfahrung entspricht, welche ein gesetzmäßiges Ablaufen der Vorgänge uns lediglich im Durchschnitt bietet, werden wir einen solchen Weg vielleicht finden. Ob wir aber die „Einzelfälle" als kausal bedingt oder als zufällig auffassen wollen, das steht,vorläufig in unserem Belieben; solange wir eine Entscheidung darüber nicht treffen können, werden wir gut tun, mit unseren Annahmen nicht über das unbedingt Notwendige hinauszugehen und eine Kausalität im Einzelfalle nicht zu postulieren, solange wir ohne dieselbe das Auskommen finden. Es ist wichtig gleich hier zu bemerken, daß diese Frage, ob Kausalität oder Zufall das Einzelereignis bedingt, für die weiteren Folgerungen gar nicht von Belang sein wird, so daß wir nicht gezwungen sind, der einen oder anderen Ansieht beizutreten, ohne dafür einen genügenden Grund zu haben.
Daß der Begriff des „Zufalls" oder des „zufälligen Ereignisses" in der Literatur ein so sehr schwankender ist, hat seinen Grund wenigstens zum Teil darin, daß er häufig mit einem persönlichen Moment verknüpft wird. So hat schon Laplace Ereignisse als zufällige angesehen, sobald man über deren Ursachen völlig im unklaren ist. Er sagt: „Die Theorie des Zufalls besteht darin, alle Ereignisse derselben Art auf eine gewisse Anzahl gleichmöglicher Fälle zurückzuführen, d. h. auf solche, über deren Existenz wir in gleicher Weise im unklaren sind." Hier wird also das persönliche Moment der Unklarheit über die Ursachen herangezogen, so daß ein bestimmtes Ereignis für einen Menschen ein zufälliges sein könnte, für einen anderen aber nicht, z. B. die Abfahrtszeiten der Züge aus einem Bahnhof. Allein die tatsächliche Bestätigung der Resultate der Wahrscheinlichkeitsrechnung durch die Erfahrung beweist, daß der „Zufall" etwas vom Menschen und seinem Wissen gänzlich Unabhängiges ist, etwas in der Natur objektiv Gegebenes sein muß. Auch wäre es sonst nicht möglich, daß, wie wir es an einigen Beispielen schon gesehen, physikalische Gesetze sich unter der Annahme des Zufalls ableiten ließen; nur mit diesem Zufall in objektivem Sinne werden wir es im weiteren zu tun haben.
Auf dieses persönliche Moment in den Definitionen des Zufalls stoßen wir sehr häufig; so, wenn gesagt wird: „Zufällig ist ein Ereignis, wenn es nicht aus anderen Ereignissen nach festen Regeln gefolgert werden kann", denn eine solche Folgerung setzt die Kenntnis derartiger Regeln voraus. Eine andere Definition geht dahin: „Ereignisse aber, die .... von einer großen Zahl wechselnder und ganz unkontrollierbarer Umstände abhängen, nennen wir zufällige." Auch hier treffen wir wieder die Beziehungen der Ereignisse zum Menschen und gibt es denn wohl irgend ein Ereignis, das nicht unter diese Rubrik fiele, insofern ein jedes. doch an einer unendlichen Kette von Bedingungen hängt? Auch hat man versucht, ein Ereignis als zufällig nur relativ zu irgendwelchen Umständen zu bezeichnen: „Es wird damit gesagt, daß nicht diese (sondern irgendwelche andere) Umstände es sind, mit welchen jenes Ereignis als notwendig verknüpft zu denken ist, auf welche, als auf seine Ursache, der Eintritt desselben zurückgeführt werden darf"; man muß sagen: „daß absolut oder schlechthin zufällig überhaupt nichts sei". Nach diesen Definitionen würde also der Zufall neben der Kausalität bestehen und gewissermaßen nur einer willkürlichen Behandlung des Problems durch den Menschen seine Existenz verdanken, eine Auffassung, der aus früher schon erwähnten Gründen hier nicht beigepflichtet werden kann.
Diese wenigen Beispiele, aus vielen herausgegriffen, mögen zeigen, wie unmöglich es ist, den Begriff des Zufalls zu umgehen und anderseits, wie schwankend derselbe erscheint. Vielleicht liegt letzteres auch zum Teil an der Art der Fragestellung: hat es denn überhaupt einen Sinn, zu fragen, ob ein bestimmtes, einzelnes Ereignis zufällig sei oder kausal bedingt? Hat es einen Sinn, den Zufall zuerst willkürlich zu definieren und dann zu sehen, was alles unter diese Definition fällt? Vielleicht wäre die Frage zweckmäßiger so gestellt: „Wann und nach welchen Kriterien kann man erkennen, ob Ereignisse so sind, daß wir sie allgemein als zufällig bezeichnen ?" Haben wir dafür ein Kriterium, dann ist jedenfalls der wesentlichste Schritt zu einer Verständigung getan, die so leichter gelingen wird, als durch Definitionen a priori, die niemals von subjektiver Willkür frei sein können.
Daß sich solche Kriterien angeben lassen, ist bekannt; wir wollen zu ihrer Erläuterung jene Ereignisse heranziehen, welche allgemein als typisch „zufällige" angesehen werden, die Ereignisse bei den sogenannten Glücksspielen. Nehmen wir als einfachsten Fall das Würfeln mit einem Würfel, der als korrekt vorausgesetzt wird. Notieren wir eine längere Serie von Würfen, so finden wir die Zahlen 1-6 in unregelmäßiger Folge erscheinen; eine zweite Serie wird eine andere Ziffernfolge, eine dritte ebenso usw. ergeben. Anscheinend stehen diese Serien in keinem Zusammenhang untereinander und doch haben sie gemeinsame Merkmale. Prüfen wir nämlich, wie oft die einzelnen Ziffern in jeder Serie erscheinen, so finden wir alle Zahlen angenähert gleich oft vertreten, wobei diese Gleichheit um so auffallender wird, je länger die Serien sind. Aus dieser Gleichheit schließen wir auf eine „gleiche Wahrscheinlichkeit" des Erscheinens der einzelnen Ziffern; diese ist, wie schon Boltzmann betonte, ein fundamentaler Begriff, der nicht weiter abgeleitet werden kann und die Grundlage aller Wahrscheinlichkeitsrechnung bildet; auch ist, diese „gleiche Wahrscheinlichkeit" nur ein anderer Ausdruck für die besprochene Tatsache, gewählt mit Rücksicht auf den Menschen und dessen Erwartung.
Diese „gleiche Wahrscheinlichkeit" liegt, wie bemerkt, einer jeden sogenannten Wahrscheinlichkeitsrechnung begrifflich zugrunde. Wollen wir aus einer Vielhit von Einzelereignissen, wie in unserem Falle des Würfelns, das wahrscheinliche Ergebnis rechnerisch ableiten, so müssen wir diesen Einzelereignissen gleiche Wahrscheinlichkeit für ihr Eintreten zuschreiben. Da stoßen wir aber auf eine Schwierigkeit gegenüber dem Kausalitätsprinzip; denn machen wir die genannte notwendige Annahme, so heißt das nichts anderes, als daß die Einzelereignisse in keinem wie immer gearteten funktionellen Zusammenhange miteinander stehen, daß sie vielmehr voneinander völlig unabhängig sind. Diese Annahme, daß das einzelne Ereignis das nachfolgende in seinem Eintreten oder Nichteintreten in keiner Weise beeinflußt, ist ja auch die Grundlage jeder Wahrscheinlichkeitsrechnung; es ist eine weitverbreitete irrtümliche Ansicht, daß bei einem Glücksspiele, z. B. Kopf und Wappen, wenn etwa zehnmal hintereinander Kopf geworfen wurde, es dann Wahrscheinlicher sei, das elftemal Wappen statt Kopf zu werfen.
Wie soll man dieses Prinzip der Wahrscheinlichkeitsrechnung, deren Richtigkeit oft, erprobt wurde, mit dem Kausalitätsprinzip vereinen ? Nach dem letzteren geschieht nichts in der Natur zufällig und die einzelnen aufeinander folgenden Würfe sind den Lehren der Deterministen zufolge unzweifelhaft auch kausal verknüpft. Damit fällt aber die Berechtigung, Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen anzuwenden, man müßte denn annehmen; daß die unendliche Zahl von Ursachen, welche die Einzelereignisse miteinander verknüpfen, zusammen geradeso wirke, als wären gar keine Ursachen vorhanden. Es wird später noch Gelegenheit sein, auf dieses sonderbare Vere halten ausführlicher zurückzukommen.
Das Studium der einzelnen gewürfelten Serien in unserem früheren Beispiele lehrt uns aber noch eine wichtige Tatsache: Da in jeder Serie alle Zahlen annähernd gleich oft vorkommen, so werden auch die Mittelwerte der einzelnen Serien nahezu übereinstimmen und sich dem arithmetischen Mittel der Zahlen 1-6, nämlich dem Werte 3.5 umsomehr nähern, je länger die Serien sind. In diesem Mittelwert haben wir demnach vorläufig ein erstes Kriterium dafür, daß die einzelnen Würfe zufällig erfolgten, doch ist dieses Kriterium noch nicht für den Beweis der Zufälligkeit hinreichend, wenn auch notwendig. Betrüge dieser Mittelwert in einer längeren Serie z. B. 5, so würden wir schließen, daß der Würfel falsch ist, etwa einen exzentrischen Schwerpunkt besitzt. In diesem Falle wäre tatsächlich ein Grund vorhanden, weshalb einzelne Ziffern öfter erscheinen als andere, lassen wir aber den Schwerpunkt aus seiner exzentrischen Lage allmählich gegen den geometrischen Mittelpunkt rücken, so wird diese Ungleichheit immer mehr zurücktreten, um beim korrekten Würfel vollends zu verschwinden. Sollen wir nun sagen: Das Zusammenfallen des Schwerpunktes mit dem Mittelpunkte des Würfels ist die Ursache dafür, daß alle Flächen gleich oft fallen, oder: infolge dieses Zusammenfallens von Schwerpunkt und Mittelpunkt fehlt jede Ursache dafür, daß eine Zahl öfter erscheint als eine andere, so daß also der Zufall herrscht ? Es dürfte müßig sein, sich über derartige Fragen den Kopf zu zerbrechen, aber eines muß festgehalten werden: nicht nur in diesem Falle, sondern immer, wenn physikalische Erscheinungen aus vielen gleichartigen, voneinander unabhängigen Einzelereignissen resultieren, wirken *die von den Deterministen vorausgesetzten Ursachen geradeso als wenn im ganzen keine Ursachen vorhanden wären, sondern der Zufall walten würde. Das ist eine Tatsache, die sich immer ergibt, wenn eine genügende Kenntnis der elementaren Vorgänge es gestattet, den Durchschnittswert, also das dem Forscher entgegentretende Phänomen, nach den Regeln der Wahrscheinlichkeitsrechnung zu ermitteln. Eine gewisse Analogie zu diesen Ursachen, die imuffir geradeso wirken, als wären sie nicht vorhanden, haben wir in der alten Voltaschen Spannungsreihe für die Kontaktkräfte zwischen Metallen oder in der Mechanik, wenn wir Kräfte verwenden, die, an einem Punkte angreifend, sich das Gleichgewicht halten. Auch da muß man fragen: Sind solche Kräfte ohne Wirkung in der Tat vorhanden? Damit soll aber keineswegs der große Wert, der. in der Verwendung solcher Annahmen liegt, geleugnet werden. Nur muß man im Auge behalten; was Wirklichkeit und was Fiktion ist.
Es wurde schon darauf hingewiesen, daß es für unsere Zwecke gleichgültig ist, ob wir uns der einen oder der anderen Ansicht hinneigen wollen: ein Konglomerat von Ursachen ohne Wirkung oder gar keine Ursachen. Es dürfte schwer fallen, die eine oder die andere Meinung zu begründen, wir brauchen uns auch keiner derselben anzuschließen, es genügt, Kriterien zu besitzen, nach denen wir Ereignisse als „zufällig" bezeichnen. Auch ohne sagen zu können, was „zufällig" ist, haben wir damit eine Basis für die weiteren Betrachtungen gewonnen.
94. Vorlesung (All Natural Laws are Statistical)
Alle Gesetze können Wahrscheinlichkeitsgesetze sein. Gegenteilige Annahme von dynamischen und statistischen Gesetzen infolge reversibler oder irreversibler Vorgänge. Schwierigkeiten der Deterministen.
Der scheinbare Widerspruch der darin liegt, daß das Geschehen in der Natur sich teils nach strengen Gesetzen, teils regellos vollzieht, ist durch die Anschauungen, die im vorstehenden entwickelt wurden, gelöst; er ist bedingt durch den Unterschied der Objekte, durch das makrokosmische oder mikrokosmische Verhalten derselben. Wo immer wir im Makrokosmos die Entstehung der Gesetze tatsächlich verfolgen können, ergeben sich diese als Wahrscheinlichkeitsgesetze. Der Schluß liegt nahe, daß, wenn viele Gesetze so entstehen, es vielleicht alle tun und wir bei fortschreitender Erkenntnis der Elementarvorgänge für immer zahlreichere derselben den Nachweis ihrer Provenienz werden 'liefern können. Eine diesbezügliche Behauptung auszusprechen, ginge wohl zu weit, aber eine gegenteilige täte dasselbe. Wir sind so zu einem einheitlichen Weltbilde gekommen, das aber nicht ganz in Übereinstimmung steht mit dem, welches viele Theoretiker uns entwerfen. Es ist darum notwendig, hier noch einige Bemerkungen anzufügen.
Oft wird der Standpunkt vertreten, daß es in der Natur wirklich zweierlei fundamental getrennte Arten von Gesetzmäßigkeiten gibt: eine sogenannte dynamische, aus welcher die Vorgänge immer und überall mit völliger Notwendigkeit folgen, die somit die absolute Kausalität repräsentiert und eine statistische, welche den Eintritt einer Erscheinung aus den gegebenen Bedingungen nur mit einem bestimmten Grad von Wahrscheinlichkeit erwarten läßt, eben jene Gesetzmäßigkeit, mit der wir uns bisher beschäftigt haben. So sagt z. B. Radakovic: „Von einem Naturgesetz, wie etwa dem Gravitationsgesetze oder dem Gesetze von der Erhaltung der Energie verlangen wir, daß es im Bereiche seiner Gültigkeit ausnahmslos und immer erfüllt ist..., bei dem Entropiesatz aber, als Satz über die Wahrscheinlichkeit von Zuständen, ist das anders...." Ebenso hat Planck diese Zweiteilung ausgesprochen und der scharfen Unterscheidung zwischen „der dynamischen, streng kausalen und der lediglich statistischen" Gesetzmäßigkeit eine interessante Untersuchung gewidmet. Wir wollen sehen, worauf sich diese Unterscheidung gründet. Zunächst, wie es scheint, auf das Kausalitätsbedürfnis des Menschen; Planck sagt: es „ist für jedes wissenschaftliche Denken auch auf den höchsten Höhen des menschlichen Geistes, die. Annahme einer im tiefsten Grunde ruhenden, absoluten, über Willkür und Zufall erhabenen Gesetzlichkeit unentbehrliche Voraussetzung ...." und an anderer Stelle: .... so wenig wie irgend eine andere Wissenschaft der Natur oder des menschlichen Geistes kann die Physik der Voraussetzung einer absoluten Gesetzmäßigkeit entbehren." Neben dieser absoluten Gesetzmäßigkeit gibt es nach Planck aber auch viele Vorgänge, die „im wohlverstandenen Sinne des Wortes unbedenklich als zufällige bezeichnet werden können". Wie man sieht, ist hier schon die Existenz einer absoluten Kausalität als zum Verständnis der Natur notwendig vorausgesetzt. Damit ist man freilich der Mühe überhoben, den Nachweis für diese Existenz zu erbringen, solange man davon ausgeht, daß die Natur uns in allem verständlich sein muß. Aber die Natur fragt gar nicht danach, ob der Mensch sie versteht oder nicht, auch haben wir keine unserem Verständnis adäquate Natur zu konstruieren; sondern wir haben uns lediglich mit der gegebenen abzufinden, so gut wir es vermögen. Glauben wir aber etwas kausal begründet zu haben, sobald wir ein absolutes Gesetz anwenden, so ist das eine Selbsttäuschung, indem wir etwas Neues auf einen altgewohnten und darum für absolut sicher angenommenen Denkprozeß zurückführen, dessen Richtigkeit aber erst des Nachweises bedarf. Man muß sich immer wieder an die Anschauungen von der ruhenden Erde und von den Antipoden erinnern, um alles Vertrauen in derartige Denkgewohnheiten zu verlieren; eine solche ist aber auch die logische Forderung nach absoluten Gesetzen, entstanden durch Gewohnheit. Der ungeheure Vorteil freilich, den diese dem Fortschritte der Forschung didaktisch und heuristisch gewähren, soll gewiß nicht geleugnet werden, im Gegenteil, derselbe ist nicht hoch genug einzuschätzen; aber deshalb darf man doch nicht vergessen, daß diese Gesetze eine Schöpfung des Menschen sind und nicht ein Stück Natur und am wenigsten sollten wir aus ihrer Nützlichkeit oder Notwendigkeit für unser Verständnis auf die Notwendigkeit ihrer Existenz schließen. Man läuft damit Gefahr, in eine Art physikalischer Mythologie zu verfallen.
Man hat den beiden Arten der Gesetzmäßigkeit, der „dynamischen" und der „statistischen", auch zweierlei streng verschiedene Arten von Vorgängen in der Natur zugrunde gelegt: die „reversiblen" und die „irreversiblen". Planck sagt, „daß alle reversiblen Prozesse ohne Ausnahme durch dynamische Gesetze geregelt werden und daß gar kein Grund vorliegt, diese Gesetze fallen zu lassen". Ob aber ein Grund vorliegt, dieselben apodiktisch zu behaupten ? Es scheint, die positive Behauptung, nicht der Zweifel bedarf einer Begründung. Die irreversiblen Prozesse dagegen sollen sich, wie wir es ja auch annehmen, nach statistischen Gesetzen abspielen. Als Typus eines reversiblen Prozesses könnte man dabei etwa die Schwingungsbewegung eines idealen Pendels ansehen, die, ohne Einfluß von außen, immerwährend anhalten würde, oder die Schwingungen einer idealen Flüssigkeit in einem U-Rohr und als Typus der irreversiblen, wie man es gewöhnlich tut, den Vorgang der WärmeLeitung oder der Diffusion. „Wie unter den Dynamischen Gesetzen", sagt nun. Planck, „das Prinzip der Erhaltung der Energie oder der erste Hauptsatz der Wärmetheorie, so steht unter den statistischen Gesetzen der Physik -der zweite Hauptsatz der Wärmetheorie in vorderster Reihe". Die reversiblen und irreversiblen Vorgänge sollen also in ihrem Wesen nichts miteinander gemein haben: die ersteren sind „notwendig", d.h. durch ein absolutes Gesetz, den ersten Hauptsatz, bedingt; die letzteren sind aber nur „wahrscheinlich", indem sie dem zweiten Hauptsatte folgen und so müßten diese beiden Arten von Erscheinungen durch eine „tiefe Kluft 'voneinander geschieden" sein. Ja, letzteres ist gewiß richtig, diese tiefe Kluft ,ist vorhanden, aber es ist nicht die hier vorausgesetzte, sondern jene zwischen Phantasie und Wirklichkeit, denn es gibt in der makrokosmischen Natur keine reversiblen Prozesse im gewöhnlichen Sinne des Wortes, wenigstens ist uns bisher noch keiner bekannt geworden und wird es auch schwerlich jemals werden.
Wenn Planck als Beispiele reversibler Prozesse „die Planetenbewegung, den freien Fall im luftleeren Raum, die ungedämpfte Pendelbewegung, jede reibungsfreie Flüssigkeitsströmung" usw. anführt, so sind damit selbstverständlich ideale Vorgänge gemeint, die man gedanklich wohl konstruieren, in der Natur aber niemals finden kann, die wir aus dem Tatsächlichen nur durch Abstraktion gewinnen. In der Wirklichkeit haben wir es nur mit irreversiblen Vorgängen zu tun, die freilich an die Reversibilität beliebig nahe herankommen können. Der prinzipielle Unterschied zwischen reversiblen und irreversiblen Vorgängen kommt also für unsere Frage gar nicht in Betracht. Die Kluft zwischen beiden trennt die wirkliche Welt von einer nur erdachten oder unserer Beobachtung nicht mehr zugänglichen, aber nur die erstere ist es, mit der wir es hier zu tun haben. Eine gewisse Analogie besteht hier mit den logisch unanfechtbaren, geometrischen Gesetzen, z. B. jenen der Planimetrie, die sich auch durchwegs auf ideale, nur erdachte
Gebilde beziehen.
Sehr treffend charakterisiert Smoluchowski das Verhältnis der reversiblen zu den irreversiblen Prozessen. Er betrachtet den typisch irreversiblen Vorgang der Diffusion zweier Gase ineinander. Hat man z. B. Luft von normaler Dichte, entstanden durch Diffusion von Stickstoff und Sauerstoff und denkt man sich darin ein bestimmtes Volumen durch eine Kugelfläche vom Radius R abgegrenzt, so ändert sich darin der Gehalt an Sauerstoff erfahrungsgemäß nicht mehr, wenn einmal die Diffusion vollendet ist. Vorher muß eine Zeit gewesen sein, wo der Sauerstoffgehalt um 1 % höher war und man kann fragen, nach Verlauf welcher Zeit durch zufällige Bewegungen der Moleküle dieser unwahrscheinliche Zustand wieder eintreten wird. Smoluchowski berechnet diese Zeiten t für verschiedene R in cm und findet
For Teachers
For Scholars
This much restricted version of the law of causality as a pure experience rate is forcing them to a more fundamental question: If certain conditions are met, then the legal end of the appearances necessarily in all its phases, namely, the state of the system then in every moments a certain advance? Or is it just random and the average state has a certain amount of time legally defined? There were around in a gas for a certain moment all the speeds and directions of the molecules, then we must say that for each molecule place and speed in a subsequent moments determined? What is certain is that an affirmative answer goes further than our experience. We can not say the opposite of what we can predict is solely that a certain state average over time is set, but on the participation of each of the same individuals. We can say nothing. Whether the A state of the gas in the final state B necessarily through very specific, individualized according molecules transferred intermediate stages, or whether between A and B infinitely many different states are randomly occurring, we know nothing about. If we had two identical systems under the same conditions with the same condition A in any given moment, we can expect that at a later time, the same average conditions B will occurred, but we know not, whether those states B are identical with respect to all individuals who are involved. Would the all-powerful causality principle apply, as in our case would appear to not only the eventual states the same, but the intermediate period each respective moments, and molecule by molecule, so that each individual in the same system to a state changes are exactly identical those corresponding molecule in the other system passes through. The difference between these two views is clear: inevitability in every moment and every single molecule, with a certainty of expected final average without certain other interim stages. It should also not even make an attempt to decide the question of whether there is force or chance in the various phases, such a decision seems temporarily to lie, perhaps forever, in the realm of possibility, but it does not deny the opposite: Force-random exist. And this notion Chance plays such a large role, both in life and in science, that it is an important and in the nature itself must be justified importance, so that we are forced to begin taking the same. The fact that this Concept is nothing less than clear, follows from the many experiments in the literature, the "Chance" or the "chance event" to be defined, and how important it is the other, but by us not only from the use of language in daily life, but also the fact that the strict science him. Unfounded. Based but the entire building of the so incredibly important and fruitful probability statements on the terms "chance event" and if we see that the results of the probability statements by the experience forever and always be acknowledged, it is probably a clear proof that "Chance" is something grounded in Nature itself, and not only brought in from people. Weird, even for the strictest Determinists, the supporters of unconditioned causality, the random concept is not unfounded; so we see Laplace developing on the one hand the idea of a formula world, deducing from the given current state of the world all of the following states with absolute necessity, and on the other hand we see him espousing the principles of probability calculations on the grounds of the "chance event". This meeting is meaningful: it must somehow unite both views, Causality and Chance. It is our task to find a way that this is possible. causality By the Act only as an average perceived Act, as indeed the experience, which is a legitimate running of the operations we only provides on average, we will be such a way, perhaps. Whether we but the "individual cases" as a causal conditional or perceived to be accidental, which is provisionally in our liking, as long as we have a decision to do so can meet, we will do well with our assumptions do not have to go further than is strictly necessary and causality in individual cases not to postulate, as long as we are without the same livelihood. It is important to note here that this question of whether or causality accident caused the single event, for which no further implications will be of concern, so that we are not forced, one way or another Ansieht join without a sufficient reason to have. The fact that the concept of "Chance" or the "chance event" in the literature as a very volatile, has its basis at least in part in that it is often tied with a personal moment. So for Laplace events already have been viewed as chance, as soon as one of its causes is totally unclear. He says: "The theory of chance is all the same kind of events to a certain number equally probable cases, i.e., those whose existence we are in the same way unclear about." Here is a personal moment of confusion about the causes used, so that a particular event for one man could be random, but not for another. For example, the departure times of trains from the station. Alone, the actual confirmation of the results of the probability statements by the experience proves that the "Chance" something of the man and his knowledge is completely independent, it must be something objectively given in nature. Otherwise it would not be possible, as we have already seen from some examples, that the laws of physics could be deduced only under the assumption of chance; only with chance in the objective sense we have to do more. We very often force this personal moment in definitions of chance, as when it is said: "An event is chance, if it can not be inferred from other events under fixed rules," because such a conclusion presupposes knowledge of such rules. Another definition is that: "Events that depend on a large number of changing and completely uncontrollable circumstances, we call random." Here we meet again the relations of events to people, and is there any event that does not fall under this category, to the extent that each one depends on an endless chain of conditions? Also one has tried an event rather than just randomly to any circumstances be described: "It is said that these are not (but any other) circumstances are, what of that event as needed linked to think, what, when to his cause, the same entry must be attributed "; we must say," or simply that absolutely nothing was coincidental. " According to these definitions, would cause the next accident of causality and have only a somewhat arbitrary treatment of the issue by the people owe its existence, a view from the earlier mentioned reasons not to be agreed. These few examples out of many, may show how impossible it is to bypass the notion of chance, and on the other hand how variable the same notion appears. Perhaps the latter is also partly due to the nature of the question: has it ever make sense to ask whether a particular, single event was by chance or causally determined? Does it make sense, at first to arbitrarily define chance and then to see what falls under this definition? Perhaps the question would be more appropriate as: "When and how can you tell whether events are such that we generally refer to them as chance?" Did we have a criterion, it is certainly an essential step towards understanding done, it is easier to succeed than by a priori definition, which never can be free of subjective arbitrariness. That such criteria exist is well known, and we want to explain those events which generally are seen as "chance", the events of so-called gambling. Suppose we take as the simplest case the game of dice with a die, as correctly provided. We note that of a long series of throws, we find the numbers 1-6 appearing in an irregular sequence, a second series of different numbers, then a third etc. Apparently, these series have no connection among themselves, and yet have they share common characteristics. We confirm namely how often each number in each series will appear, we find all figures are approximated equally often, and this equality is all the more striking, the longer the series. From this equality we conclude to an "equal probability" of the appearance of the numbers, which is, as already shown by Boltzmann, a fundamental concept that no longer can be derived, and is the basis of all probability calculus; this "equal probability" is just another expression for the fact discussed, elected with respect to the people and their expectations. Franz Exner - Athanasia
Some quotes from Exner's father's book Die Psychologie der Hegelschen Schule, 1842
(p.1)
Ein harter Kampf wird gegenwartig von deutschen Philosophie gekampft. Die Hegelsche Philosophie steht im Felde mit hochfliegenden Fahnen, ihnen Angriff verwegen nach allen Seiten tragend; die ubrigen philosophischen Systeme, sowie Theologie und Jurisprudenz, und was ihnen verwandt ist, entgegen.
A tough battle is currently fought fought by German philosophy. The Hegelian philosophy is in the field with lofty flags, their bold attack pregnant on all side, and the remaining philosophical systems, as well as theology and jurisprudence, and what is related to them, opposing.
(p.104) Der Resultat aber ist, dass es eben sowohl einen determinirten als einen undeterminirten Willen gibt. Der letzte entwickelt sich nun ebenfalls weiter, er wird Willkuhr, Beschluss, und Entschluss. Wie aber bekommt einer undeterminierter Wille zu einem Beschluss und Entschluss? Sehr einfach: als die abstracte Allgemeinheit aller Determinationen deliberirt er uber sie mit sich selbst; dann beschliesst er die Deliberation und ist so Beschluss; endlich entschlagt er sich aller andern Determinationen, entaussert sich wirklich zur Ausserlichkeit, schliesst sich gegen sie auf, und dies gibt den Entschluss. Hiemit sind die Ratsel des Indeterminismus gelost, und wir begreifen, wie ein Wollen ohne Ursache, ein transcendental freies moglich, ja notwendig sei.
The result, however, is that there is both a determined and undetermined will. The last develops even further, it becomes capriciousness, a resolution, and [then?] a decision. But how can an undeterminined will come to a resolution and decision? Very simple: as the generality of all abstract determination it deliberates about it with itself, then it resolves the deliberation and is thus a resolution. Finally it rules out all other determinations, relinquishing them as externality, closes against them, and there is the decision. With this the riddle of indeterminism is solved, and we understand how an uncaused Will, a free transcendental possibility, is indeed necessary [sic].
Bernard Bolzano - Athanasia
Athanasia. Section 8. Perfecting our Will
That we also in the other world keep our own faculty of Will 223
People boast that they act with freedom, even when common sense and desire are in agreement p.216
Even from well-reasoning determinism flows no ruinous consequences
Warning of reckless dissemination of determinism,; in the Note. 223
Even hints of a rebuttal to those who abuse determinism. 225
Whether our will comes to freedom. 228
Note, p.223 - dass Niemand seiner Bestimmung zu entgehen vermoge,
eben von der Art, wie wir uns benehmen, abhange, ob uns Gluck oder Ungluck bestimmt sei. Zwar sollte man glauben, die Ungereimtheit seiner Begriffe muss dem ungeubtesten Denker einleuchtend werden, wenn man ihn aufmerksam macht, wie er von diesen Begriffen selbst abgehe, und den entgegengesetzen gefunden Ansichten folge, wo immer seine Leidenschaft nicht in das Spiel tritt; wie er die Handlungen anderer Menschen bald der Belohnung bald der Bestrafung wert sind, wie er, so oft es sich um einen Zweck, an dem ihm viel gelegen ist, handelt, nichts weniger sich in den Sinn kommen lasse, als ruhig abzuwarten, ob ihm beschieden sei, ihn zu erreichen, auch wenn er keine MIttel zu seiner Erreichung gebraucht.
(p. 228) Hat alles dies seine Richtigkeit; dann kann es uns wohl sehr gleichgultig sein, ob unserem Willen in jenem andern Leben auch noch die Eigenschaft der Freiheit werde beigelegt oder nicht beigelegt werden konnen.
(p. 228) Had all that its accuracy, then we may very well be indifferent whether our will in that other life will include or not include the capacity of freedom.
Nach der Ansicht Jener, die nur dort Freiheit anerkennen wollen, wo eine Fahigkeit zu wahlen Statt hat, ohne durch irgend einen vollgultig Grund dabei stimmt zu werden, wurden wir freilich im andern Leben seltener und immer seltener mit Freiheit handeln konnen.
According to that view, that only there wants to acknowledge freedom, where the ability to choose has a Place, without through any fully valid Ground becoming correct, admittedly, we become in another Life rare and increasingly rare able to act with freedom.
Franz Exner - Die Psychologie der Hegelschen Schule
Vorbemerkung
Das vorliegende Werkchen war mit der Absicht, es als Kritik in einer literarischen Zueitschrift abdrucken zu lassen, begonnen werden. Ich fand jedoch, dass ich wenig Hoffnung hatte, Ueberzeugungen in Bezug auf besprochenen Gegenstand bei den Lesern zu begrunden, wenn ich nicht ausfuhrlich in denselben einginge. Diess, so wie das Interesse, welches ein grosseres Publicum fortwahrend dem beurteilten Systeme
This little work was with the intention of it as a literary criticism in print Zueitschrift to be started. However, I found that I had little hope that convictions in relation to the subject discussed at the readers justified if I do not explained in the same einginge. Diess, as the interest which is a Bigger Publicum.Theorien continually addressing the assessed systems, prompted me to the font in the form currently appear to be.
p. 55, I"Die Freiheit ist der Wille, der den Wille will." Dies ist ein ziemlich plumpes Taschenspielerstuckchen. "Freedom is the will, that the Will wills." This is a rather clumsy conjurer's little trick. p. 105, I Und was ist nun dieser freie, vernunftige Wille, das Hochste, was nach unserer Ansicht menschliche Kraft zu erstreben vermag? Es is schon gesagt; er ist der sich selbst bestimmende, b. h. jedoch, wohlgemerkt, der sich selbst determinirende, und dies heisst wieder: der sich selbst in seiner Allgemeinheit besondernde Wille, in dem alle seine Unterschiede als aufgehoben enthalten ist. So ist der freie Wille dasselbe, was das Denken, sie sind der Geist selbst. Gewiss, wer in irgend einer anderen Wissenschaft Solches wagte, der wurde fur immer mit dem Mahle geistiger Unfahigkeit und schamloser Anmassung gebrandmarkt sein; nur in Philosophie, der armen, mishandelten Philosophie, gilt es fur erlaubt und ehrenvoll. p. 105, I And what is this free, good conditions will, the Peak, which, in our view, human power can strive? It is already said he is the self-determined, b. H. However, I did say that determinirende itself, and this is again: itself in its generality besondernde will, in all its variations is understood to be included. It is the free will of the same, what the thinking, they are the spirit itself Of course, who in any other Wissenschafte Such ventured, the fur was always with the mental inability Mahle and shameless arrogation stigma; only in philosophy, the poor, mishandelten philosophy, it allowed for honorably.
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